Reiseberichte

Ägypten – Kairo – Eine Detalierte Eindruck

Wiege der Zivilisation

ÄGYPTEN – LÄNDERINFOS

Ägypten liegt im nordöstlichen Afrika und ist die Geburtsstätte von einer der ältesten Zivilisationen auf unserer Welt. Obwohl die Sinai-Halbinsel noch zu Ägypten gehört, wird sie oft zu Asien gezählt. Im Norden grenzt Ägypten an das Mittelmeer, im Osten an das Rote Meer und den Gaza-Streifen. Im Westen liegt Libyen und Süden der Sudan. Flächenmäßig ist Ägypten gut dreimal so groß wie Deutschland. Ägypten besteht zu 96 % nur aus Wüste.
In Ägypten werden heute noch die Erinnerungen an die Kulturen und Monumente beharrlich gepflegt.

 

Ägypten bedeutet übersetzt soviel wie „Schwarzes Land“. Dieser Name bezieht sich auf die fruchtbaren Böden im Niltal. Die angrenzenden Wüsten werden als „Rotes Land“ bezeichnet. Sie sind fast gar nicht fruchtbar.

Der Nil ist die Lebensader von Ägypten. Ohne ihn könnte das Land nicht existieren. Er entspringt aus dem Quellfluss Kagera im Gebirge von Burundi. Insgesamt ist der Nil etwa 1500 km lang. Er durchfließt das Land von Süd nach Nord. An den Nil schließt sich das Nildelta mit 24000 qkm an. Danach fließt der Nil in das Mittelmeer.

Ägypten gehört zum nordafrikanischen Trockengürtel, das heißt, bei Ägypten Reisen wird man sehr schnell feststellen, dass man hier mit wenig bis gar keinen Niederschlägen rechnen kann. Nur im Nildelta kann es in den Wintermonaten zu Niederschlägen von 100 bis 200 mm kommen.

In den Sommermonaten liegen die Höchsttemperaturen bei rund 40 Grad. Wegen der geringen Luftfeuchtigkeit von nur 30 % ist die Hitze aber gut zu ertragen. Allerdings sollte man auch wissen, dass von März bis Juni der heiße Chamsin weht. Dies ist ein aus dem Süden kommender Sand- und Staubwind. Wenn man etwas gemäßigteres Klima möchte, dann sollte man an die Küste des Roten Meeres reisen. Hier liegen im Sommer die Temperaturen durchschnittlich bei 35 Grad und im milden Winter immer noch bei 10 Grad.
Insgesamt gibt es in Ägypten fünf verschiedene Klimagebiete. Die Mittelmeerküste und das Nildelta zeichnen sich durch einen milden Winter (17-20 Grad) und einen sehr warmen Sommer (42-45 Grad) aus. Hier gibt es für ägyptische Verhältnisse auch den meisten Niederschlag. Mit 200 mm entspricht dies etwa 30 Regentagen im Jahr. Die Luftfeuchtigkeit ist dennoch sehr hoch (60-75 %). Dadurch scheint die Hitze noch unerträglicher.

Das untere Niltal ist immer Sommer noch heißer als die Mittelmeerküste. Hier kann es zu Spitzentemperaturen von bis zu 48 Grad kommen. Die Luftfeuchtigkeit liegt hier bei 40-60 % und es kommt zu einer Niederschlagsmenge von nur 5-30 mm.

 

 

Im oberen Niltal ist es sogar noch extremer. Hier liegen die Höchsttemperaturen bei über 50 Grad mit einer nahezu geringen Luftfeuchtigkeit von 15-50 %. Niederschläge sind hier fast null – bestenfalls 0-2 Regentage auf das ganze Jahr verteilt.
Die Küstengebiete am Roten Meer bringen es in den Sommermonaten nur auf etwa 40 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 30-55 %, was etwa 0-3 Regentagen entspricht.
Das Sinai Gebirge ist die Besonderheit in Ägypten. Hier liegen bedingt durch die Höhe die Temperaturen nur bei etwa 32 Grad. Die Luftfeuchtigkeit beträgt 20-40 %. Der Niederschlag liegt hier aber auch nur bei 1-3 Regentagen.

Zur Vegetation kann man sagen, dass sie wegen der geringen Niederschläge mehr als spärlich ausfällt. Vereinzelt wachsen hier Tamarisken, Akazien und ein paar Dornsträucher. An den Nilufern findet man schon eher Dattelpalmen, Maulbeerfeigen und Johannisbrotbäume. Lotusbäume und Bambusrohr sind typisch für das Nildelta. Papyrusstauden, die im Altertum kultiviert wurden, findet man dagegen kaum noch.
Ägypten ist aber besonders reich an Wasservögeln. So findet man hier das ganze Jahr über Reiher, Kraniche und Nilgänse. In den Wintermonaten kommen dann noch die europäischen Zugvögel dazu.
Säugetierarten wie zum Beispiel Kamele, Schafe, Ziegen, Hyänen sind für das Land typisch. Am Nassersee findet man auch noch einige Krokodile.

 

Reisen durch Ägypten führen oftmals zwangsläufig durch einen der drei Nationalparks. 1983 wurde der Ras-Mohammed-Nationalpark mit einer Größe von 48000 ha gegründet. 1986 folgte dann der Gebel-Elba-Nationalpark. Er hat eine Größe von 3560000 ha. Und schließlich folgte 2003 der Wadi-al-Gamal-Nationalpark mit einer Größe von 745000 ha. Aber nicht nur die Nationalparks sind eng mit Ägypten verbunden. Die überdimensionalen Bauten wie die Pyramiden und die Sphinx sind Bauwerke, an die Touristen als Erstes denken, wenn sie eine Reise nach Ägypten planen.

Ein Großteil der Bevölkerung von Ägypten lebt im Niltal, im Nildelta, am Sueskanal und in den touristischen Orten, wie Cairo, Luxor, Sharm el Sheikh und Hurghada. Oft werden daher auch Rundreisen angeboten, die alle diese Städte und noch einiges mehr in sich vereint haben. Wobei solch eine Rundreise von etwa 14 Tagen nicht ausreichen sollte, damit man sich alle Schönheiten Ägyptens anschauen kann. Nil-Kreuzfahrten sind natürlich auch sehr beliebt. Die Kreuzfahrtschiffe halten dann in den Häfen von Cairo, Luxor und so weiter, damit man die Möglichkeit hat, sich diese Städte anzuschauen. Aber auch hier ist der Aufenthalt oftmals viel zu knapp bemessen. Es empfiehlt sich, jede Stadt für sich getrennt anzureisen und den Urlaub komplett zu verbringen.

Was zieht immer wieder Touristen so nach Ägypten? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Es gibt den kulturellen Tourismus, den etwa 1/3 der Altertümer der ganzen Welt ist in Ägypten zu finden. Danach kommt der religiöse Tourismus. Ägypten ist Zeuge von vielen religiösen Stätten und Menschen aller Glaubensrichtungen pilgern immer wieder nach Ägypten. Der Erholungs-Tourismus ist schnell erklärt. Wo kann man sich denn besser erholen als in einem Land wir Ägypten mit seinen vielen Wellness-Hotels? Der Abenteuer-Tourismus treibt immer wieder abenteuerlustige nach Ägypten, die an den vielen Safaris und Bergwanderungen durch den Sinai teilnehmen. Der therapeutische Tourismus ist natürlich auch nicht zu verachten. Durch die vielen Schwefelwasserbrunnen und Schwarzsandanlagen sind Klimatherapien sehr beliebt. Und nicht zuletzt kommt noch der Sport Tourismus, denn in Ägypten kann man fast allen Wassersportarten nachgehen. Und hier ist nicht nur das Tauchen und Schnorcheln gemeint.

Ägyten wird nach Metropolregionen einsortiert. Die größten sind Kairo mit 16.078.877 Einwohner, Alexandria mit 4.496.050 Einwohner, Sues mit 633.514 Einwohner und nicht zuletzt al-Mansura mit 611.247 Einwohner. Man kann also ohne schlechtes Gewissen sagen, ein Drittel der
Einwohner von Ägypten leben in diesen Metropolregionen.

Für Ägypten gibt es spezielle Reiseveranstalter, die sich auf diese Reisen spezialisiert haben und wissen, was man sich unbedingt in Ägypten ansehen sollte. Hierzu gehören natürlich die Städte Cairo, Sharm el Sheikh, Luxor und Hurghada.

 

KAIRO

Daten & Fakten:

Kairo wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. Von den Römern gegründet und dann zur Festung ausgebaut. 641 eroberten dann die Araber die oströmische Festung und 643 gründete Amr ibn al-As das Lager Fustat. Diese beiden Siedlungen wuchsen zur Altstadt von Kairo zusammen. Zum Ende des 9. Jahrhunderts war Kairo nur ein Karawanenlager und hatte keine große Bedeutung mehr. Den ersten Aufschwung erlebte die Stadt, als die Siedlung al-Qatai gegründet wurde. Aus dieser Zeit stammt heute noch die Ibn-Tulun-Moschee und der Nilometer. Verschiedene Brände haben die Stadt fast vollkommen zerstört. 969 hat der fatimidische Kalif Abu Tamin al-Muizz die Stadt wieder aufbauen lassen und nannte sie al-Mansuriyya (die Siegreiche). Vier Jahre später nannte er sie um – in al-Qahira (die Starke“). Dieser Name hat bis heute noch Gültigkeit. Kairo wird ab da zur Hauptstadt des fatimidischen Reiches. Viele Bauwerke stammen noch aus dieser Zeit. 988 entstand die sunnitische Lehranstalt, heute ist dies die Al-Azhar-Universität. Dadurch rückte Kairo sehr schnell in das Zentrum der islamischen Gelehrsamkeit.

 

Ab 1517 bis Ende des 18. Jahrhunderts wurde Kairo von den Osmanen erobert und regiert. 1798 übernahm Napoleon Bonaparte die Kontrolle über Kairo.
Durch die Eröffnung des Sueskanals im Jahre 1869 erblühte die Stadt Kairo als Metropole. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Kairo zur Kulturhauptstadt. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges herrschte in Kairo ein reges künstlerisches Schaffen. Zwischen den Weltkriegen wuchs dann die Einwohnerzahl Kairos rasch und beim Ausbruch des Zweiten Weltkrieges hatte es schon die 2 Millionen Marke erreicht. 1945 wurde dann die Arabische Liga gegründet. 1952 schnellte die Einwohnerzahl durch die Revolution erneut in die Höhe. Immer mehr Landflüchtlinge siedelten in Kairo an. Es entstanden die ersten Trabantenstädte und Kairo wurde zu einer unüberschaubaren Metropole.
1994 wurde eine Weltbevölkerungskonferenz in Kairo abgehalten. Hier ging es um die Überbevölkerung und die Armut in der Stadt.

Cairo ist nicht nur die Hauptstadt von Ägypten sondern auch die größte Stadt der arabischen Welt. Kairo ist arabisch und bedeutet die Starke oder die Eroberin. Die Ägypter nennen die Stadt auch oftmals nur mit dem Landesnamen Misr.

Man schätzt die Einwohnerzahl von Kairo auf 7,9 Millionen Menschen. Diese Zahl ist so ungenau, weil in Kairo keine offizielle Meldepflicht besteht. Daher beruhen die Einwohnerzahlen nur auf Hochrechnungen und auf Volkszählungsergebnissen. Inoffiziell spricht man sogar von bis zu 25 Millionen Menschen, das bedeutet nahezu ein Drittel der gesamten Bevölkerung von Ägypten lebt in Kairo und der Metropolregion.
Die Stadt selbst hat eine Fläche von 214 qkm. Für Kaíro bedeutet das nach den Schätzungen gut 37000 Menschen auf einen qkm für die Stadt und etwa 3000 Menschen pro qkm für die Metropolregion.

Kairo liegt im Nordosten des Landes am rechten Nilufer. Es liegt durch 68 m über dem Meeresspiegel. Zu der Stadt gehören auch die beiden Inseln Gezira und Roda. Am westlichen Ufer des Nils liegt das Gouvernement mit den historischen Anlagen von Gizeh.
Der erste Siedlung wurde zwischen dem Gebirgsausläufer Muqattam und dem Nil gebaut. Dies beiden Punkte bilden auch heute noch die natürlichen Grenzen des Gebietes. Hier befindet sich auch der alte Stadtkern. Nördlich der Stadt reicht bis zum Mittelmeer das Nildelta. Im Westen findet man die Pyramiden von Gizeh und im Süden das alte Memphis. In Memphis ist die Ramsesstatue von Ramses II. Sowie die Alabaster-Sphinx und der Gedenkstein des Königs Apries ein Anziehungspunkt, den man sich ansehen sollte.

Kairo hat mit insgesamt 30 Städten eine sogenannten Städterpartnerschaft geschlossen. Hier sind fast alle Länder der Welt vertreten. Für Deutschland ist Stuttgart als Partnerstadt zu nennen. Dazu kommt noch seit 1979 ein Freundschaftsvertrag mit Frankfurt am Main.

 

Land & Leute:

Sucht man das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum von Ägypten, dann ist man in Cairo genau richtig. Hier ist nicht nur der Sitz der ägyptischen Regierung, sondern man findet hier auch das Parlament und alle staatlichen und religiösen Zentralbehörden. Außerdem auch noch viele diplomatische Vertretungen. Cairo ist der wohl bedeutendste Verkehrsknotenpunkt für Ägypten. In der Stadt findet man neben zahlreichen Universitäten und Hochschulen auch viele Museen, Theater und interessante Baudenkmäler. In der Altstadt findet man unter anderem ein Ensemble der islamischen Baukunst. Seit 1979 ist dieses Gebiet von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.
Die Stadt selbst hat des Status eines Gouvernements und wird auch von einem Gouverneur regiert. Dieser Gouverneur wird vom Präsidenten ernannt. Der aktuelle Gouverneur heißt Abdel Azim Mussa Wazir. Er ist seit 2004 an der Regierungsspitze und hat den Rang eines Ministers

Kairo selbst ist in die Innenstadt und die Vororte aufgeteilt. Die Innenstadt selbst ist in einen traditionellen und einen modernen Teil unterteilt.
Der traditionelle Teil von Kairo liegt etwas abseits des Nils. Im Hintergrund die Zitadelle und der Berg Muqattam. Hier findet man hauptsächlich das islamische Kairo mit der Azharmoschee und auch anderen Moscheen. Einige Wohnviertel sind hier ebenfalls zu finden.

Das moderne Kairo besteht aus den vielen Geschäftsvierteln. Hier findet man auch den Ramses Bahnhof. Baustil dieses Bezirkes ist die kolonialzeitliche Architektur mit einem mediterranen Touch.
Sehr viele Botschaften sind im westlichen Viertel Zamalek auf der Insel Gezira untergebracht.

 

Der bekannteste Vorort von Kairo ist sicherlich Heliopolis im Nordosten. Im Süden findet man Maadi aus der Kolonialzeit. Diese Gebiet ist durch seine zahlreichen Villengrundstücke geprägt. Hier findet man die teuersten Wohngebiete überhaupt. Weiter südlich folgt dann Helwan. Früher gehörte es zu dem Gouvernement Kairo. Heute ist es ein eigenständiges Gouvernement. Ein weiterer wichtiger Vorort ist Shubra. Hier lebt ein großer Anteil der Kopten.
Ehemalige Dörfer und Städte in der weiteren Peripherie von Kairo gehören zu den sogenannten Satellitenstädte. Sie liegen oftmals bis zu 100 km von der Innenstadt entfernt. Hierzu gehören auf der östlichen Nilseite Nasser City oder 15th of Ramadan City und auf der Westseite des Nils 6th of October City oder Sadat City.

Seit 2004 läuft ein Stadtplanungsprojekt mit dem Namen New Cairo. Das Projekt ist die Antwort auf die Enge, den Lärm und die Unwirtlichkeit des alten Stadtviertels. Es ist eine freizeit orientierte Infrastruktur mit Einkaufszentren, Wohngebieten und Grünflächen geplant. Einige Abschnitte sind schon fertig. Hier sind schon Campushochschulen, Siedlungen und Teilsiedlungen entstanden. Auf weiteren 120 qkm sind noch weitere Investoren eingeladen, diese hügelige Wüstenfläche zu erschließen und zu nutzen. Es werden Sektoren von 100 ha in Angriff genommen, die in einem stück erschlossen werden soll. Wenn das Projekt abgeschlossen ist, dann sollen in dieser Entlastungsstadt rund 2-2,4 Millionen Menschen leben und arbeiten. New Cairo dürfte nach Fertigstellung eher ein Miet- oder Kaufpreisniveau für den neuen Mittelstand haben. Hauptsächlich dürften sich hier ausländische Fachkräfte niederlassen.

In Kairo spricht man Ägyptisch-Arabisch. Allerdings gibt es auch hier viele verschiedene Dialekte. Der bedeutendste ist der neuarabische Dialekt. Dies liegt mit Sicherheit daran, dass in Kairo der Sitz der Filmindustrie ist. Filme werden in der jeweiligen Umgangssprache gedreht. Nachrichten hingegen in Hocharabisch ausgestrahlt.
Seit dem 7.Jahrhundert ist hocharabisch auch die Schriftsprache im Land. Nur in der koptischen Kirche wird auch die koptische Sprache verwandt. Das ist eine eigene Schrift, die vom Griechischen abgeleitet ist. Heute wird sie auch als Sakralsprache bezeichnet. Als Fremdsprache ist Englisch und Französisch in der Oberschicht weit verbreitet. Durch den Tourismus wird aber die deutsche Sprache immer populärer.

In Kairo ist die vorherrschende Religion der Islam. Neben der sunnitischen Mehrheit findet man in der Stadt aber auch eine christliche Minderheit. Die Religion muss im Pass eingetragen sein, es wird aber bewusst keine Zählung der Christen durchgeführt. 90 Prozent der Bevölkerung sind nach Schätzungen die sunnitischen Muslime. Den Großteil der restlichen 10 Prozent machen die Kopten aus, die mit der Markuskathedrale in Abbassia die zweitgrößte Kirche haben. Es gibt auch noch eine kleine Gruppe Juden. Alle diese Religionen leben aber mehr oder weniger friedlich nebeneinander her. Vor allem die Kopten werden immer wieder von radikalen Muslimen angegriffen.
Vor dem Gesetz sind eigentlich alle Ägypter gleichberechtigt. Möchte aber ein Muslime zum Christentum übertreten, dann hat er mit Zwangsmaßnahmen zu rechnen. Neue Kirchen dürfen nicht gebaut werden. Selbst Reparaturen müssen schriftlich beantragt werden.

Neben den Moscheen findet man in Kairo auch viele Synagogen und verwaiste jüdische Schulen oder Gemeindehäuser. Dies sind noch Überbleibsel als die Juden eine wichtige Rolle in der Wirtschaft und Kultur hatten. Heute leben nach Schätzungen nur noch etwa 100 Juden in der Stadt. Das sind meistens ältere Menschen. Nach dem zweiten Weltkrieg waren es noch 75000 im Land und 55000 in Kairo. Als 1948 der Staat Israel gegründet wurde, ging diese Zahl stark zurück. Viele Juden wurden damals verhaftet und in Lager gebracht.

Sehenswürdigkeiten:

Das koptische Viertel findet man im Süden. Es wird auch Alt-Kairo genannt. Etwas Besonderes ist die „Totenstadt“. Sie liegt südöstlich vom islamischen Viertel. Man nennt sie Nekropole. Sie ist bewohnt und wirkt heute wie ein normales Stadtviertel. Weiterhin ist auch das islamische Kairo ein Besuch wert. Hier findet man zum Beispiel die älteste Moschee, die Ibn Tulun Moschee. Direkt daneben ist das Gayer-Anderson Haus, welches aus zwei arabischen Häusern besteht. Danach sollte man zur Zitadelle von Saladin gehen. Diese wurde 1172 n. Chr. erbaut und schütze die Stadt vor den Kreuzzügen. Die bedeutendste Moschee in Kairo ist Madrasa Moschee des Sultans Hassan. Sehenswert ist natürlich auch die Al-Azhar Moschee, die Stufenpyramide von Saqqara und die Oase Siwa. Für Basarliebhaber empfiehlt sich der Basar Khan Al-Khalili.

 

Ausgehen/Aktivitäten/Sports

In Kairo gibt es zahlreiche Theater, Opernhäuser und auch Konzerthäuser. Das 1869 errichtete Schauspielhaus brannte in den 70er Jahren vollständig ab. Es wurde wieder aufgebaut und als Oper „Cairo Opera Company“ wieder eröffnet. In der Konzerthalle spielen unter anderem das „Cairo Symphony Orchestra“ und die „Cairo Opera Ballet Company“. In der Opernhausanlage findet man auch viele Galerien und das Museum für moderne Kunst.
Das „Gomhouriya-Theater“ war ursprünglich mal ein Kino und später eine Oper. Heute ist es Konzerthalle für viele Musikereignisse. Es finden regelmäßig Aufführungen von arabischen Musikgruppen und einem folkloristischem ägyptischen Orchester statt.

Im „Wallace Theater“ kann man mehrmals im Jahr englischsprachige Stücke ansehen. Außerdem nutzt man es für Musikaufführungen, die von Jazz bis Kammermusik reichen.
Wichtig ist auch das Cairo Puppet Theatre am Ataba-Platz im zentrum von Kairo. Dieses Marionettentheater spielt Stücke in arabischer Sprache. Zu nennen sind hier Alibaba oder Sindbad. Im Um-Kulthum-Theater in Agouza kann man sich Folklore und arabische Stücke sowie ägyptischen Volkstanz anschauen.

Das bekannteste Museum in Kairo ist wohl as Ägyptische Museum am Midan el Tahrir. Es liegt nur wenige Schritte vom Nile Hilton entfernt. Im Museum kann man sich die bedeutende Sammlung ägyptischer Kunstschätze aus der Pharaonenzeit und den Zwischenzeiten der griechisch-römischen Zeit anschauen. Besondere Stücke sind die Exponate aus dem Grab des Pharao Tutanchamun. Hierzu zählen Amulette, Streitwagen und viele Möbelstücke. Die goldenen Särge sind das kernstück der Sammlung. Ebenso die Alltagsgegenstände aus einer mehr als 5000 Jahren zurückliegenden Zeit.

 

Interessant ist auch das Museum arabischer und islamischer Kunst. Hier findet man eine imposante Sammlung der frühen islamischen Kultur.
Neben dem Bahnhof findet man dann noch das Egyptian National Railway (ENR) Museum. Hier kann man im Obergeschoss Modelle von verschiedenen Transportmitteln bestaunen. Im Untergeschoss findet man die Modelle der wichtigsten Brücken und Bahnhöfe.

Wichtige Gebäude in Kairo sind der 187 Meter hohe Fernsehturm. Der Turm erinnert an eine Lotusblüte und wurde 1961 fertiggestellt. Die Aussichtsplattform ist für Besucher geöffnet.
Im östlichen Teil der Stadt sollte man unbedingt die Zitadelle mit der Mohammed-Ali-Moschee besichtigen.

Die Stadttore in der Altstadt von Kairo sind Überreste der alten Befestigungsanlage, die einst die Stadt umgab. Von den ehemals 8 Stadttoren sind noch 3 vorzufinden.
Wer gerne über einen Basar bummelt, der sollte sich auf keinen Fall die zahlreichen kleinen Märkte in der Innenstadt entgehen lassen. Hier findet man von Gewürzen über Stoffe fast alles, was das Herz begehrt.

Man sollte sich auch nicht die „Hängende Kirche“ entgehen lassen. Diese findet man gegenüber der Metro-Station Mar Girgis. Ihren Namen hat sie von der Bauweise bekommen. Sie wurde über dem Eingang des römischen Forts gebaut und sieht aus als würde sie hängen.
Die Pyramiden von Gizeh gehören wohl zu den bekanntesten Bauwerken der menschheit und sollten auf jeden Fall ein Besuch wert sein. Hierzu zählt natürlich auch die Sphinx von Gizeh. Sie wurde aus einem Kalksteinhügel gehauen, der als Steinbruch für die Cheops-Pyramide diente.

Wenn man mitten im Verkehrschaos von Kairo die Ruhe genießen will, dann besucht man den „Gabalaya-Park“. Er besteht seit dem 19. Jahrhundert und ist die grüne Oase der Stadt. Viele Einheimisch und Touristen nutzen ihn auch als Picknick-Platz. Hier gibt es auch ein Aquarium mit Nilfischen zu bestaunen. Weiterhin findet man im größten Zoo in Gizeh mehr als 400 verschiedene Tiere. Bis 2006 konnte man König Faruks Schildkröte bewundern. Sie soll mit 270 Jahren die älteste der Welt gewesen sein.

 

„Dr. Ragab’s Pharaonic Village“ ist eine Art Disneyland. Auf dem über 150000 qm großen Gelände kann man viele Nachbauten alter Bauwerke bestaunen. Ebenso auch Werkzeuge und Trachten.

Interessiert man sich eher für einen Themenpark, dann ist der „Dream Park“ an der Oasis Road in 6th of October City zu empfehlen. Man findet hier zahlreiche Attraktionen und Restaurants für die ganze Familie.

Regelmäßige Feste gehören in Kairo auch dazu. Hierzu zählen der „Internationale ägyptische Marathon“ , einige Messen und einige Festivals. Jährlich im Oktober findet dann die „Pharaonen-Rallye“, eine Motorrad-Rallye statt.

Essen&Trinken;:

In Kairo ist die ägyptische Küche genauso gefragt wie die internationale Küche. Als Vorspeise wird oft das bekannte Fladenbrot serviert. Zu den Vorspeisen zählen aber auch Gemüsefrikadellen und Bohnenbrei. An Fleisch wird alles außer Schwein über dem offenen Feuer gegrillt oder im Ofen gebraten. Sehr zu empfehlen sind aber auch die verschiedenen Fischgerichte des Mittelmeeres und des Roten Meeres. Eine besondere Spezialität ist ein extrem stark gepökelter Fisch, der vorzüglich schmeckt.

Wetter:

Kairo gehört zu der subtropischen Klimazone. Hier herrscht meist ein trockenes und warmes Wüstenklima. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 21,7 Grad. Im Juli ist es mit rund 28 Grad am wärmsten und im Januar ist es mit 13,9 Grad am kältesten in Kairo. Durchschnittlich fallen 24,7 Millimeter Niederschlag pro Jahr. Die ist nicht sonderlich viel und erstreckt sich auch hauptsächlich auf die Monate November und März.

Die Sommermonate Mai bis September sind wohl die heißesten Monate. Hier kann es auch leicht zu Sandstürmen aus dem Süden des Landes kommen. Es ist mit einer täglichen Sonnenscheindauer von bis zu 13 Stunden zu rechnen. Nachts wird es eigentlich nie kühler als 20 Grad. In den Wintermonaten Oktober bis April liegen die Tageshöchsttemperaturen bei 20-28 Grad und die Sonne scheint neun bis elf Stunden. Von Dezember bis Februar kann es zu Temperaturen unter 20 Grad kommen. Die nächtlichen Tiefstwerte liegen dann bei unter 10 Grad.

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