Reiseberichte

Salzburg : Wochenende mit den PKW

Eine kurzer spontaner Geburtstagtrip nach Österreich

Zum Geburtstag meines Freundes, habe ich mich dazu entschlossen ihn ganz spontan mit einem Wochenentrip zu überraschen. Es durfte nicht so weit entfernt mit dem Auto sein und natürlich musste es auch ein Hundefreundliches Land sein, da unser Vierbeiner ja auch mit wollte. So entschied ich mich also für das schöne Salzburg. 7 Stunden vor der Abfahrt, wir noch beim anstossen in der Bar, gab ich ihm dann Bescheid. Happy Birthday 🙂

 

Gepkant hatte ich eine Abfahrt um 6 Uhr morgens, allerdings wurde es dann doch 11 Uhr. Die Hinfahrt war recht angenehm, kein Stau, Vorfreude und gute Laune. Schnell und kürzer als gedacht. Zu zweit kann man die 500+ Kilometer (von Frankfurt am Main aus) gut teilen.

DURCH BAYERN, KNAPP ÜBER DIE GRENZE, SCHON IN SALZBURG

Auf dem weg hin, sank das Thermostat des Autos immer mehr in die minus Grade. Gut…wir haben schon vermutet, dass es kalt wird, waren dann aber doch ein wenig überrascht. Kurz ein Abstecher zu Ikea und dem armen Hund noch schnell eine Decke fürs Auto gekauft. Immerhin waren es minus 14 Grad. Leider war es trotz der eigentlich gedachten Winterzeit (Januar) nicht so schneebedeckt wie wir dachten in Salzburg aber den Schnee den es gab war super schön. Trotz dessen das es kälter war, wie in Frankfurt, war es dennoch angenehmer. Die Kälte ist einfach anders und wir hatten auch noch Glück mit Sonne das ganze Wochenende. Ach ja und wir hatten auch laaaange Unterhosen dabei. Dem Hund mit seinem Fell war sowieso alles recht außerdem ist er ein Schneeliebhaber.

 

Angekommen in Salzburg, haben wir unseren Weg zum “Villa Carlton” Hotel sehr schnell gefunden. Ganz zentral und dennoch am schönen Salzach gelegen. Zur Altstadt waren es 10 Minuten zu Fuß. Angekommen in der Villa wurden wir herzlichst begrüßt. Der Dialekt lässt die Österreicher noch sympathischer wirken. Gebucht war eine Suite. Wir ein Zimmer, Hundi ein Zimmer und ein toller Balkon. Das Bad war ein wenig klein, aber dafür waren die Zimmer umso größer und auf dem Bett konnte man, was mir persönlich sehr wichtig ist, da ich meinen Schlaf liebe, sehr sehr gut schlafen. Bis auf das schnarchen von Mann und Hund war ich zumindest zufrieden.

DREHT SICH ALLES UM MOZART UND DIE TRAPP FAMILIE
Nach dem wir also NICHT ausgepackt hatten, sondern einfach erstmal alles hingestellt haben, machten wir uns auf den direkten Weg in die Stadt. Erster Stop, natürlich die echten Original Mozartkugel mussten her. Und selbstverständlich mussten wir diese auch in der Original Conditorei Fürst kaufen. 3 Euro die Kugel, meiner Meinung nach zu teuer aber nun gut. Da ich sie noch nie probiert hatte, mussten die her. Klar das sie mir nicht geschmeckt hat, ich mag ja auch kein Marzipan, wenigstens aber probiert. Rest durfte dann mein Freund vernaschen. Wir also weiter gelaufen auf der Suche nach einem Restaurant, da wir langsam wirklich Hunger bekamen. Ohne es zu wissen befanden wir uns auf der Hauptfußgängerzone und standen auch prompt vor Mozarts Geburtshaus in der Getreidegasse. Eintritt €10,- Stand Januar 2017 oder wie man in Österreich schreiben würde, Janner 2017. Uns reichte der Anblick mit Foto von außen. Dann sah ich es genau gegenüber von Mozarts Häusschen, Restaurant zum Eulenspiegel. Ich natürlich das ganze mit meiner Kindheit assoziiert, wer kennt die Geschichte von Till Eulenspiegel auch nicht und so hieß es “Schatz da müssen wir essen”. Der Eingang führte uns in den zweiten Stock eines Minirestaurants, urig, klein, gemütlich. Der Ober sehr nett und aufmerksam erzählte uns auf Nachfrage dann, dass das Haus früher ein Teil der Stadtmauer war. Gut ich dachte es wäre ein uraltes Haus gewesen aber Stadtmauer war auch in Ordnung :). Nach Speiß und Trank dann, ging es runter ins Erdgeschoss in die Kneipe, die sich ebenfalls im selben Teil der “alten Stadtmauer” befand. Jeder ein Drink und beide waren wir todesmüde. So schleppten wir uns heim um ins Bett zu fallen. Wir wollten ja früh raus.

 

 

Tag 2 begann um 6:00 Uhr morgens. Durch Mitnahme der DJI Osmo und da es ja ein Geburtstagswochenende war, quälte ich mich also raus um mit meinem Schatzi an der Salzach den Sonnenaufgang zu filmen. Wir also eingepackt wie Eskimos mit Hund und Osmo zur Salzach spaziert. Liebe hin oder her nach 15 Minuten ging ich wieder heim. Es war sowas von kalt, dass sogar der Hund schon anfing zurück zu wollen. Mann blieb also allein und verlassen auf einer der Brücken der Salzach und wartete auf seinen Sonnenaufgang, während ich mich wieder ins Bett verkroch. 1 Stunde später kam er mit einem eingefrorenem Handy aber einer tollen Timelase (Zeitraffer) seines Sonnenaufgangs auch wieder ins Bett.

Kurz vor mittag aus dem Bett raus, angezogen und der Hunger zog uns erst einmal zu einer Sachertorte und wo isst man diese. Na logisch im Hotel Sacher, welches wir auch super zu Fuß erreichen konnte, da man einfach immer nur an der Salzach entlang laufen muss. Tolle Torte, sehr mächtig, lecker Cafe und weiter gehts. Gestärkt und paar Pfunde mehr dachten wir uns okaaaay die müssen wieder runter. Los gings also zur Festung Hohensalzburg auf dem Festungsberg. Aber als erstes musste eine neue Sonnenbrille her, da meine andere kaputt war. Gewappnet also mit neuer Brille sind wir voller Elan selbstverständlich nicht hoch gelaufen sondern mit der Gondelbahn gefahren. Kleiner Tipp, einfache Fahrt nach oben kaufen reicht, denn den Weg runter kann man super laufen. Ursprünglich wollten wir da oben ja Drohne fliegen aber die Angst Ärger zu bekommen war dann doch größer. Also stiefelten wir einmal durch den Innenhof, machten ein Panoramabild mit dem Handy und paar Selfies und stiegen langsam den Berg wieder hinab. Inklusive Schneeballschlacht, da in jedem ja ein Kind schlummert. Unten wieder angekommen, will eine Frau was eine Frau immer will. ROMANTIK! Wie kann man romantischer sein als mit einer Kutschfahrt durch das wunderbare Salzburg. Für €48,- bekommt man eine 25 bis 30 minutige Fahrt. Unsere Kutscher, wie soll es anders sein, ein sehr lieber, netter, konnte uns sehr viel erzählen und machte die Fahrt nicht nur romantisch sondern auch noch informativ und interessant. Eingekuschelt also in einer Decke, lauschten wir den Erzählungen und genossen die Sonne über und durch Salzburg hindurch.

 

Wieder hungrig, kleiner Snack in einer Bäckerei und gestärkt gingen wir shoppen. Gott sei Dank kann mein Mann genauso viel und gerne shoppen wie ich. 2 Stunden und 5 volle Tüten suchten wir ein Restaurant zum aufwärmen und dinnieren. So landeteten wir in der Blauen Gans. Sehr empfehlenswert. Das Essen war suuuuuper lecker und nachdem wir dann noch unsere Tischnachbarn kennenlernten, da ich auf deren Essen starren musste, welches auch einem das Mund im Wasser zusammen laufen ließ, wurde es auch noch ein witziger Abend zu viert. Achtung unbedingt die Empfehlung des Tages nehmen, sollte jemand mal in der Blauen Gans landen, damit macht man auf jeden Fall alles richtig. Aber Hände Weg vom typischen, echten Salznockerl wenn man nur zu zweit. Auf Rat unserer Tischnachbarn, bestellten wir als Touris auch den Salznockerl, am Ende mussten unsere neuen Freunde diesen mit uns teilen. Ein Gemisch aus Teig, Vanillesoße und Himbeeren versetze uns aber dennoch in ein Hmmmmmmmmmm und wie lecker das ist, so dass die abgelaufenen Pfunde von der Sachertorte im nu durch das Nockerl wieder drauf waren. Einige Sambuccas und tolle Gespräche später, machten wir uns wieder auf den Weg ins Hotel.

 

EIN PAAR STUNDEN IM HANGAR-7 VOR UNSERER ABFAHRT
Da uns auf dem Rückweg noch ein wenig Zeit blieb, entschieden wir uns noch einen Abstecher ins bekannte “Hangar-7” zu machen. Aber was mit dem Wauzi? Fest stand, im Auto bleibt er nicht. Wie soll es aber in Salzburg auch anders sein? Der Hund durfte natürlich mit rein. Zwar nicht in die Ausstellung aber dafür ins schöne warme Büro der Mitarbeiter. Hund also abgegeben, konnten wir nun entspannt durch den Hangar laufen. Klein aber dennoch imposant, kann man unterschiedliche Dinge von der Red Bull World besishtigen. Den Stratosphären Anzug von Felix Baumgartners Fallschirmsprung aus fast 40.000 meter höhe in 2014, die dafür benutzte Druckkapsel oder das Formel 1 gesponsorte Red Bull Auto mit dem Vettel zum Sieg fuhr. Beeindruckend war auch der Riesenbomber aus welchem Material auch immer, es war silber und hat geglänzt. Nun die Frage der Fragen. Was trinkt man im Red Bull Musuem? Na klar ein Red Bull 🙂 Überraschenderweise stellte ich fest, dass es günstiger war wie in Frankfurt. Wahrscheinlich haben die in Salzburg noch kein Pfandsystem, um ehrlich zu sein weiss ich es nicht genau.

Hund wieder geholt, erfrischt und gesättigt ging es wieder nach Hause.

 

 

UNSERE SALZBURG TIPPS

Essen:

Wers einfach und lecker und bürgerlich mag. Restuarant zum Eulenspiegel.

Die Blaue Gans. Ein wenig gehobener aber dennoch bezahlbar.

Beide mit einem super Service und tollen Ambiente.

To-Do:

Kutschfahrt

Hangar 7

Und definitiv durch die Altstadt spazieren

Die Salzlach entlang und die Sacher Torte im Sacherhotel

 

Bildergebnis für blaue gans

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